Fasten nach  Dr.med. Otto Buchinger und Dr.med. Helmut Lützner.

Was ist Buchinger Fasten?

Fasten nach Buchinger soll die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Der Entwickler des Konzeptes, der Arzt Dr. Otto Buchinger, soll sich damit selbst von schweren Stoffwechselstörungen kuriert haben. Durch die katabole (abbauende) Stoffwechsellage, die durch die minimalistische Nahrungsversorgung entsteht, werden eingelagerte Substanzen ausgeschieden (Entschlackung), die Durchblutung in den kleinen Gefäßen (Mikrozirkulation) verbessert sich. Zudem soll Buchinger Fasten die Stimmung heben und das Innere harmonisieren. Die Fastenkur wird stationär über zwei bis vier Wochen durchgeführt. Es gibt aber auch ein eigenverantwortliches Programm Namens  „Fasten für Gesunde“ die mit geprüften Fastenbegleitern durchgeführt wird. Feste Nahrung gibt es nicht, nur Brühe, Tee, Säfte und Wasser. Täglicher Leberwickel, Ausdauersport, Gymnastik und Entspannungsübungen. Um all die zusätzlichen „Programmpunkte“ gut durchzuführen, sollte man sich einer Fastenwandergruppe anschießen.

Fasten—jeder kennt es

Essen und Nichtessen sind wie Wachen und Schlafen, wie Spannung und Entspannung, sind wie Pole, zwischen denen sich menschliches Leben ereignet.   Yin und Yang Essen am Tag und Fasten in der Nacht gehören so selbstverständlich zum menschlichen Lebensrhythmus, dass sich niemand darüber Gedanken macht. Nur wenn wir am Abend spät gegessen haben, fällt uns auf, dass am Morgen der Appetit fehlt. Ein Zeichen des Körbers, daß die für ihn notwendige Fastenzeit noch nicht beendet ist: sie ist nur verschoben. Nicht umsonst nennt der Engländer das Frühstück >>breakfast<< Fastenbrechen. Wer in der Nacht nicht gefastet hat, braucht eigentlich am Morgen kein <<breakfast<<. Zwölf bis vierzehn Stunden am Tag braucht der Mensch für Wachsein, Arbeit, Nahrungsaufnahme, für Kontakt mit der Außenwelt, für Aktion und Reaktion. Zehn bis zwölf Stunden bleiben ihm in der Nacht für den Stoffwechsel, das heißt für Abbau, Umbau und Aufbau von Körpersubstanzen. Die dafür notwendige Energie holt sich der Körper aus seinen Depots. In der Fastenzeit der Nacht „beschäftigt sich der Mensch mit sich selbst“: er schläft, er hält still. Ruhe, Geborgenheit und Wärme helfen ihm, allein durch sich selbst leben und zu regenerieren.

Was ist Fasten wirklich?

Fasten ist eine naturgegebene Form menschlichen Lebens. Fasten ist Leben aus körpereigenen Nahrungsdepots. Fasten bedeutet, dass der Organismus durch innere Ernährung und Eigensteuerung weitgehend autark ist. Fasten ist eine Verhaltensweise von selbständigen Menschen, die sich frei entscheiden können. Fasten betrifft den ganzen Menschen, jede einzelne seiner Körperzellen, seine Seele und seinen Geist. Fasten ist die beste Gelegenheit, in Form zu bleiben oder wieder in Form zu kommen. Außerdem hilft es jedem Menschen, seine Lebensweise zu ändern, falls es nötig ist.

Die vier Grundregeln des Buchinger Fastens

  • Nichts essen nur trinken.
  • Alles weglassen, was nicht lebensnotendig ist.
  • Sich vom Alltag lösen.
  • Sich natürlich verhalten.