Es war einmal…. Vor mehr als 2500 Jahren. Das babylonische Weltreich fiel und Perserkönig Kyros setzte General Darius als König über Babylon ein. Einen Mann mit offensichtlich ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn, wie die verschiedenen historischen Betrachtungen zeigen. Dieser Charakterzug veranlasste Darius sogar eines Tages zum Intervallfasten. Freilich war er sich dessen nicht bewusst.

Neben der körperlichen Reinigung wird dem Fasten seit jeher auch eine dem Geist klärende, entspannende Wirkung zugeschrieben. Die ältesten Fastenanleitungen sollen aus Indien stammen und rund 4000 Jahre alt sein. Damit gilt der per Definition „freiwillige Verzicht auf Nahrung und Genussmittel für einen begrenzten Zeitraum“ als das älteste ganzheitliche Naturheilverfahren überhaupt.

Gesundheitlich Motiviert

Intervallfasten ist in aller Munde. Der Ernährungstrend bietet einen ganzheitlichen Weg zum Wohlfühlgewicht. Zugegeben, in Zeiten des kulinarischen Schlaraffenlandes und der Lebensmittelvielfalt ist es eine komplexe Herausforderung geworden, eine gute Figur zu bewahren.

Die Lösung ist ein natürlicher und nachhaltiger Weg zum Figur- und Gesundheitserfolg: achtsam, ausgewogen und anders. Weil Sie wieder den ureigenen Rhythmus Ihres Organismus erhören und auf körpereigene Signale vertrauen lernen. Heute leben wir im ständigen Nahrungsüberfluss bei ausgeprägter körperlichen Ruhe. Wo wir gehen und stehen oder eben auch sitzen und liegen, wird konsumiert – und damit nicht selten  aus Stress, Ärger, Wut und Unzufriedenheit. Häufig gepaart mit Emotionen wie Traurigkeit und Enttäuschung, Einsamkeit oder Selbstzweifeln. Nicht von ungefähr sprechen wir oft davon, Stress und Sorgen in uns hineinzufressen.

Jungbrunnen Autophagie

2016 erhielt der japanische Zellbiologe Yoshinori Ösumi den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für seinen Nachweis der Autophagie: der körperlichen Müllabfuhr unserer Zellen. Das heißt, jede Zelle verfügt über die Fähigkeit, das, was sie nicht ( mehr ) braucht, quasi selbst zu verdauen. Schädliches wird aussortiert und kurzerhand beseitigt. Vor allem Zellen, die einen Nahrungsmangel spüren, starten diesen Prozess, um Energie zu gewinnen.

Damit diese körpereigene Selbstentgiftung reibungslos abläuft, braucht es bestimmte Voraussetzungen:

Endlich Pause von der Zuckerflut! Von Fast Food, Industriekost, Alkohol, Weißmehlprodukte und anderen kleinen und großen Verführungen mit hohem glykämischen Index, die wir gern rund um die Uhr oben reinschütten. Wird in Zeitintervallen gefastet und damit der Körper in einen evolutionär bekannte Situation gebracht, schaltet er auf seine Energiereserven um – und auf die Autophagie. Das Großreinemachen beginnt.

Essenspause vor Kalorienmengen

In Graz an der Karl-Franz-Universität erforscht der Biochemiker Frank Madeo, Leiter der InterFAST-Studie, die molekularen und physiologischen Veränderungen durch Fasten an 90 Teilnehmern. Die Wissenschaftler um Madeo gehen davon aus, dass Intervallfasten die körpereigene Aufräumarbeiten der Autophagie gezielt unterstützen kann. Vor allem sind mit den Lebensjahrzenten immer mehr ansammelnde, schädliche Zellbestandteile könnten so in Grenzen gehalten und die Alterung dadurch verlangsamt werden.

Bislang habe sich einzig eine Kalorienreduktion als wirkungsvoll erwiesen, auch typische altersassoziierte Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs in Schach zu halten. Da definierte Essenspausen wie beispielsweise das Alternativ-Day-Fasten das Verhalten der Zellen offensichtlich verändert, könnte die Zeit, die zwischen den Mahlzeiten verstreicht, für ein gesundes Leben tatsächlich noch wichtiger sein als die Anzahl vertilgter Kalorien.

Quelle: interFAST.at        

Intervallfasten ist für alle möglich

Wo Sie in Ihrem Leben auch stehen – jung und gesund, in einer fordernden Lebenssituation oder gesundheitlich angeschlagen-, Intervallfasten hat die Kraft, Ihnen die Unterstützung zu geben, die Ihr Körper, Ihr Geist und Ihre Seele gerade brauchen.

SEIEN SIE ES SICH WERT!!