Als Hydrotherapie bezeichnet man die Anwendungen von Wasser zur Vorbeugung und Behandlungen von Erkrankungen. Vincenz Priessnitz  (1799 – 1851) war Landwirt und Naturheilkundiger. Er begründete ein Heilverfahren, bei dem vor allem Umschläge, Wickel, schweißtreibende Maßnahmen und Wasserkuren zur Anwendung kommen. Im 19. Jahrhundert erlebte die Hydrotherapie einen richtigen Boom. In dieser Zeit entstanden mehrere bedeutende Richtungen der Wassertherapie. Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 – 1897) entwickelte ein eigenes Behandlungssystem, bei dem Wasser auf vielfältige Weise zur Anwendung kam. Zum Beispiel in Form von Waschungen, Bädern, Wickel oder Güssen. Eine gesunde Ernährung, genügend Bewegung, die Anwendung von Pflanzen, das Erhalten oder Wiederherstellen des seelischen Wohlbefindens. Kneipp´sche  Anwendungen sowie die Priessnitz-Wickel werden heute oft eigesetzt. Sie sind auch von der Schulmedizin anerkannt zur Behandlung von bestimmten Beschwerden.