Ernährung im Yoga

Das Makro-Universum unseres Körpers

Beinahe unbewusst beginnen Menschen, die eine Zeit lang Yoga betrieben haben, ihre Ernährungsweise zu ändern und Dinge zu essen, von denen heute jeder weiß, dass sie gesund sind, wie reichlich rohes oder leicht gedämpftes Gemüse, Obst und Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Saaten und kleinere Mengen Milchprodukte und Fleisch, ohne Konservierungsstoffe und künstliche Aromen.

Es gibt alle möglichen Theorien, was Yogi Essen sollten und was nicht

Gefragt ist jedoch gesunder Menschenverstand. In einem Land wie Indien hat eine vegetarische Ernährung, auf der auch die gesamte ayurvedische Heilweise basiert, ideal. Doch wenn man nicht in der Kultur oder dem Klima des Ostens lebt, müssen andere Dinge berücksichtigt werden. In kälteren Klimalagen und vor allem für Menschen mit niedrigem Blutdruck ist eine vegetarische Kost möglicherweise nicht völlig geeignet. Und die Yoga-Anhänger der Toskana Fraktion werden sich vermutlich glücklich schätzen, dass sich die Experten zurzeit noch unschlüssig sind, ob das eine oder andere Gläschen Wein schadet oder nicht vielmehr gesund ist.

Die Wissenschaft vom Yoga besagt, dass der Geist durch die Qualität der Nahrung, die wir zu uns nehmen, geformt wird. Und basierend auf dem Gleichgewicht zwischen den drei Eigenschaften aller Materie- den genau, die da sind:  Trägheit, Unwissenheit, Beweglichkeit oder Aktivität und Reinheit. Sollte der Yogi eine Ernährung auf Grundlage etwaiger Nahrungsmittel einhalten. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass diese drei Gunas in der yogischen Kosmologie das Universum bilden und in eine, harmonischen Verhältnis stehen müssen, wenn sowohl das Makro-Universum unseres Körpers richtig funktionieren soll.

Die Richtlinien für eine Gesunde Ernährung sind schon in der Bhagavadgita niedergelegt, die folgende Unterteilung vornimmt:

Sattwa-Speisen

sind frisch und unverfälscht. Sie bestehen aus Getreide und ungeschältem Reis, Nüssen und Saaten, die Protein liefern, und sowohl frischen als auch getrockneten Früchten. Diese Nahrungsmittel mehren Leben, Reinheit, Kraft, Gesundheit, Freude und Gelassenheit.

Rajas-Nahrungsmittel

sind scharf, sauer, salzig, trocken, allzu heiß, streng und brennender Art. Zu dieser Kategorie gehören beispielsweise auch Tee, Kaffee, koffeinhaltige Getränke, salzige Snacks, Fertiggerichte voller chemischer Inhaltsstoffe, Tabak und Stimulanzien aller Art. Wie es heißt, regen sie den Geist zu sehr an und reizen die Darmschleimhaut.

Tamas-Nahrungsmittel

sind alt, abgestanden oder schon verdorben. Zu ihnen zählen alle Arten von Fleisch, Alkohol und andere vergorene Nahrungsmittel, Betäubungsmittel wie etwa Haschisch oder Opium und frittierte oder aufgewärmte Speisen. Tamas-Nahrung macht den Menschen faul und stumpfsinnig und fördert die Anfälligkeit für chronische Krankheiten. Ärzte bestätigen heute, dass eine schlechte Ernährung das Immunsystem schwächen und eine gute Ernährung einen wichtigen Beitrag zur Behandlung zahlreicher Krankheiten leisten kann.

Yoga geht Hand in Hand mit einer besseren Ernährung und beide zusammen können helfen, negative Gewohnheiten und Verhaltensmuster abzulegen.

Asana- Bewegung

Asanas werden stets unter bewusster Beobachtung des Atems ausgeführt. Die Wirkung des Atems auf den Körper ist wichtiger Bestandteil jeder Asana- Bewegung.

Bewusste Verbindung von Haltungen und Atem

Diese bewusste Verbindung von Haltungen und Atem hat auch deshalb Bedeutung, weil unser physisches und unser emotionales Selbst in ständiger Beziehung stehen. Denken Sie nur daran, dass wir uns vor Angst anspannen oder vor Lachen schütteln, und betrachten Sie die unmittelbaren körperlichen Folgen dieser emotionalen Reaktion.

Unsere Gefühle und Emotionen finden in unserer Atmung Ausdruck und jeder Stimmungswechsel wird darin sichtbar, wie wir Hände, Schulter, Hals, Kopf und Beine halten und bewegen. Unsere Gemütslage wird in der Art und Weise, wie wir die Stellungen ausführen, offenbar, und umgekehrt können wir durch das Einnehmen der Haltungen mehr darüber erfahren, wie wir und fühlen. Asana-Übungen können Energie schenken, Stress abbauen und den Körper gesund erhalten, aber am wichtigsten ist, dass sie Geist und Körper ins Gleichgewicht bringen und harmonisieren. Ein starker, gesunder Körper ist ein Schritt auf dem Weg zu klarem Denken und, letztlich, zur Erleuchtung.

Die Asana-Praxis beinhaltet eine Einstellung gegenüber körperlichen Übungen, die der wesentlichen Sicht völlig entgegengesetzt ist. Asanas lockern, strecken und entspannen den Körper, während westliche Sportarten ihn Steif werden lassen und verhärten. Yoga- Übungen sind (wie andere östliche Formen der Leibesübungen, etwa T´ai Chi, Tao Yin und die Kampfkünste) langsam und rhythmisch, westliche Methoden schnell und mechanisch.
 
Nach der westlichen Theorie des Aerobic muss man durch Laufen oder Springen das Herz starker Belastung aussetzten, um Kraft zu entwickeln. In der Realität führt dies aber mitunter zu völliger Erschöpfung. Eine verspannte Wirbelsäulenmuskulatur blockiert Nerven und Energiekanäle und verbraucht große Mengen Energie, um die Anspannung der Muskeln aufrecht zu erhalten. Östliche Methoden zielen darauf ab, Steifheiten und Verspannungen im Körper zu beseitigen, um Ihn stärker zu strecken und dabei Energie zu sammeln, sodass man sich hinterher erfrischt fühlt.
 
Da es bei Yoga-Asana sehr wichtig ist, dass die Bewegungen im Einklang mir dem Atem stehen, wird sichergestellt, dass selbst die ruhigste, kleinste Bewegung das Herz-Kreislauf-System stimuliert, das Blut mit Sauerstoff angereichert und die Wirbelsäule gedehnt und gestreckt wird, was wiederum die Versorgung der lebenswichtigen Organe verbessert. Jedes Asana basiert auf drei Grundprinzipien. Erstens müssen wir uns erden, indem wir uns bewusst machen, wie und wo Schwerkraft auf unseren Körper einwirken. Zweitens müssen wir unsere Aufmerksamkeit auf den Atem lenken, wodurch unsere Haltung stabilisiert und unsere Verbindung mit dem Boden gestärkt wird.

Wenn wir diese ersten beiden Regeln zusammen anwenden, kann der Körper beginnen, sich zu entspannen und zu strecken, und darin besteht das dritte Prinzip der Asana-Praxis.

Die Schwerkraft

Loslassen und eine feste Verbindung mit dem Boden eingehen.

Die Schwerkraft wirkt tagein, tagaus auf uns ein und führt langsam, aber sicher dazu, dass wir krumm werden, unsere Wirbelsäule ihre Beweglichkeit verliert und wir mit den Jahren schrumpfen. Dennoch ist es den meisten von uns beinahe unmöglich, der Erde genügend zu vertrauen, um loszulassen und eine wirkliche feste Verbindung mit dem Boden einzugehen.

Die Atmung

Lebensenergie gut steuern

Einer der Gründe für dieses nicht Loslassen können liegt darin, dass wir vergessen haben, wie man richtig atmet.Wenn wir uns einmal auf den Rücken legen und einfach nur langsam und tief ein- und ausatmen, dann werden die meisten von uns spüren können, wie Anspannungen in unserem Körper im Boden verschwinden. Dies geschieht, weil wir das Zwerchfell richtig benutzten, jenes dicke Muskelband, das zwischen Brust- und Bauchhöhle sitzt und zudem mit den Lendenmuskeln verbunden ist, die wiederum an den Lendenwirbeln befestigt sind.

Wenn das Zwerchfell beim Ausatmen erschlafft, erschlaffen auch die Wirbelsäulenmuskeln im Kreuzbereich. Dadurch werden die unteren Wirbel nach unten gezogen und die oberen Wirbel können sich von ihnen fort nach oben strecken.

Die Wirbelsäule

Die wichtigste Stütze des Körpers

Während wir lernen, uns zu verwurzeln, um uns dem Himmel entgegenzustrecken, wird der Stamm – oder die Wirbelsäule – stark und beweglich. Bei allen Wirbeltieren stellt die Wirbelsäule die wichtigste Stütze des Körpers dar, sein strukturelles und neurologisches Zentrum.

Das Rückenmark, das vom Gehirn bis etwa zum zweiten Lendenwirbel verläuft, ist die Mittelachse des Körpers und Hauptkanal für das Nervensystem. Alle unsere Körperfunktionen und Bewegungen hängen von der Gesundheit dieser Nerven ab. Das Rückenmark wird von den Wirbeln geschützt, die ihrerseits auf der gesamten Länge der Wirbelsäule von Muskeln und bändern kontrolliert werden. Diese sind wiederum für unsere Haltung und unsere Bewegungen verantwortlich. Für eine perfekte Haltung muss Ihr Kopf mühelos auf dem Hals und den vier Krümmungen der Wirbelsäule balancieren, und während Sie sich bewegen, passt die gesamte Wirbelsäule sich aufgrund der körpereigenen Reize und der Steuerreize der Sinnesorgane an. Der Zahn der Zeit und negative Gewohnheiten verändern die perfekte Haltung, mit der wir geboren werden, und wir müssen die Verformung beheben, um wieder in einen Zustand des Gleichgewichts zu gelangen. Zum Üben von Asanas nach den oben beschriebenen Prinzipien gehört das Strecken und Stärken der Wirbelsäulenmuskeln.

Autor: Gesagesundheit.com

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